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Maßstabs­rechner.

Reale Maße sowie gemessene Längen aus Plänen und Modellen zuverlässig umrechnen – für Architektur, Modellbau, Städtebau und Gelände.

Umrechnen

Zwei Ausgangspunkte.

Wähle, ob du ein reales Maß kennst oder eine Strecke mit dem Lineal in einem vorhandenen Plan beziehungsweise Modell gemessen hast.

Eingabe

Dezimalkomma und Dezimalpunkt werden akzeptiert.

Was ist bekannt?

Beispiel: 6,75 m reale Länge.

Beispiel: 6,75 cm in einem Plan.

Zielmaßstäbe

Ergebnisse

Bitte gib ein positives Maß ein.

MaßstabLänge im Plan oder Modell

Grundlage

So wird gerechnet.

Alle Eingaben werden zunächst intern in Millimeter umgerechnet. Beim Wechsel zwischen zwei Maßstäben führt der Weg immer über das Realmaß.

01

Vom Modell zur Realität

Eine gemessene Darstellungslänge wird mit der Maßstabszahl multipliziert.

Realmaß = Modellmaß × n
02

Von der Realität zum Modell

Das reale Maß wird durch die Maßstabszahl geteilt.

Modellmaß = Realmaß ÷ n
03

Zwischen Maßstäben

Zuerst wird das Realmaß ermittelt, anschließend die neue Darstellungslänge.

Alt → real → neu

Orientierung

Welcher Maßstab eignet sich wofür?

Die Wahl hängt von Modellzweck, Entwurfsphase, räumlichem Ausschnitt und gewünschter Aussage ab. Die Bereiche überschneiden sich.

Typische MaßstäbeHäufiger EinsatzMögliche Aussage
1:5.000großräumige Landschaft, Gelände und Topografiestark abstrahierte Topografie, Landschaft und einfache Gebäudemassen
1:2.000–1:500Lageplan, Städtebau, Quartier und UmgebungSiedlungsstruktur, Kubatur, Freiräume und Einbindung in den Kontext
1:500–1:50Architektur- und Gebäudemodellevom räumlichen Zusammenhang bis zu Gestalt, Fassade und Struktur
1:50–1:10Innenraum und FassadeRaumwirkung, Öffnungen, Lichtführung, Oberflächen und konstruktive Prinzipien
1:20–1:1Details, Ausschnitte und Mock-upsFügungen, Anschlüsse, Materialschichten, Möbel und Prototypen

Keine Normtabelle: Die genannten Bereiche sind fachliche Orientierungen. Ein Maßstab kann je nach Aufgabe mehreren Modelltypen dienen. 1:25 ist eine praktische Rechengröße, wird in den ausgewerteten Quellen aber nicht als eigene typische Modellkategorie beschrieben.

Architektur

Gebäude, Raum und Detail.

Mit größerer Darstellung werden räumliche, konstruktive und materielle Aussagen zunehmend konkret.

01

Gebäudemodelle

1:200, 1:100 und 1:50 sind häufige Orientierungen. Je nach Größe und Zweck lassen sich Kubatur, Proportion, Fassade, Öffnungen oder die innere Struktur untersuchen.

02

Innenraum und Fassade

Bei 1:50 bis 1:10 können Raumfolgen, Licht, Oberflächen und Fassadenprinzipien deutlicher werden. Nicht jede sichtbare Kleinigkeit ist für die Aussage notwendig.

03

Detailmodelle

1:20 bis 1:1 kann für Anschlüsse, Fügungen, Möbel oder Mock-ups sinnvoll sein. Je näher der Maßstab an 1:1 liegt, desto stärker wird das Modell zum Prototyp.

Stadt und Landschaft

Kontext vor Einzelheit.

Große Maßstabszahlen reduzieren Details, machen aber räumliche Zusammenhänge über große Ausschnitte sichtbar.

01

Städtebau und Quartier

1:2.000, 1:1.000 und 1:500 werden häufig genutzt, um Baukörper, Freiräume, Siedlungsstruktur und neue Volumen im Bestand zu vergleichen.

02

Gelände und Topografie

Bei großen Ausschnitten kann 1:5.000 sinnvoll sein. Höhenlinien werden im Modell oft zu Schichten; Gelände, Wasser, Vegetation und Bebauung erscheinen stark reduziert.

03

Umgebungsmodell

Ein wiederverwendbarer Kontext kann Entwurfsvarianten aufnehmen. Häufig steht nicht die Detailtreue der Umgebung, sondern das Verhältnis zwischen Bestand und Entwurf im Mittelpunkt.

Entwurfsprozess

Abstraktion ist eine Entscheidung.

Der Maßstab beeinflusst, was überhaupt sinnvoll darstellbar ist. Der Modellzweck entscheidet, was davon gezeigt werden sollte.

Konzeptmodelle können ohne konkreten Maßstab arbeiten und eine Idee sehr abstrakt räumlich fassen. Arbeitsmodelle bleiben bewusst veränderbar und begleiten die Suche nach einer Lösung. Präsentationsmodelle bündeln die erarbeiteten Inhalte und sind meist präziser ausgeführt.

Ein kleiner Maßstab verlangt stärkere Reduktion: Gebäude werden zu Volumen, Gelände zu Schichten und Oberflächen zu wenigen charakteristischen Merkmalen. Größere Darstellungen erlauben mehr Detail, verpflichten aber nicht dazu. Entscheidend ist ein konsistenter Abstraktionsgrad. Ist ein Detail technisch kaum sauber herstellbar oder trägt es nicht zur Aussage bei, kann Weglassen die bessere Entscheidung sein.

Beispiele

Drei typische Wege.

Die Beispiele zeigen die Mathematik und zugleich, wie unterschiedliche Maßstäbe den Blick auf ein Projekt verändern.

01

6,75 m bei 1:50

6.750 mm ÷ 50 = 135 mm. Im Modell entspricht das 13,5 cm beziehungsweise 135 mm.

02

6,75 cm bei 1:100

67,5 mm × 100 = 6.750 mm. Das gemessene Planmaß entspricht 6,75 m in der Realität.

03

2 km bei 1:5.000

2.000.000 mm ÷ 5.000 = 400 mm. Im Landschaftsmodell werden daraus 40 cm.

FAQ

Häufige Fragen.

Kurz erklärt: Eingaben, Einheiten, Rundung und die Wahl eines geeigneten Maßstabs.

Was bedeutet 1:100?

Eine Längeneinheit im Plan oder Modell entspricht 100 gleichen Längeneinheiten in der Realität. Ein Zentimeter im Plan entspricht also 100 Zentimetern beziehungsweise einem Meter real.

Kann ich Komma und Punkt als Dezimalzeichen verwenden?

Ja. Der Rechner akzeptiert beispielsweise sowohl 6,75 als auch 6.75. Negative Werte, null und nicht eindeutige Eingaben werden nicht berechnet.

Warum wird das Ergebnis in zwei Einheiten gezeigt?

Eine zweite Einheit erleichtert die Arbeit mit Lineal, Schneidplan und Materialstärken. 13,5 cm und 135 mm bezeichnen dieselbe Länge.

Ist 1:500 immer ein Städtebaumaßstab?

Nein. 1:500 wird häufig für Umgebung, Städtebau und größere Wettbewerbsmodelle verwendet. Je nach Ausschnitt und Zweck kann derselbe Maßstab auch einem Gebäudemodell dienen.

Welcher Maßstab ist der richtige?

Das hängt davon ab, welche Aussage sichtbar werden soll, wie groß der räumliche Ausschnitt ist und in welcher Entwurfsphase du arbeitest. Die Übersicht auf dieser Seite ist deshalb eine Orientierung und keine verbindliche Regel.

Werden meine Eingaben gespeichert?

Nein. Die Berechnung findet ausschließlich lokal im Browser statt. Der Rechner sendet die eingegebenen Maße nicht an einen Server und legt sie nicht dauerhaft ab.